Academy
First Floor
26. Okt 2026
Bei uns steht im Gestalterischen Vorkurs die Bewerbung ganz am Anfang. Damit unterscheiden wir uns von anderen Gestaltungsschulen. Der Grund: Die ersten Lehrstellen in gestalterischen Berufen werden schon Ende Sommer ausgeschrieben. Wer früh startet, fällt mit einer guten Bewerbung auf.
Flurina arbeitet für ihre Grafik -Bewerbung mit den fünf Sinnen. Der sechste Sinn, das ist sie selbst. Jayden verpackt seine Bewerbung als Grafiker in einen selbst kreierten Kaffee- und Teebecher. Roisin schwankt noch zwischen Interactive Media Design und Grafik. Sie gestaltet ihr Zimmer als interaktives 3-D-Modell, eine Bewerbung, die zu beiden Berufen passt.
Drei Ideen und drei ganz unterschiedliche Wege, sich selbst zu zeigen. Denn bevor gestaltet wird, geht es erst einmal um Fragen: Wer bin ich? Was macht mich besonders? Wo möchte ich mich bewerben? Daraus entsteht ein Konzept, das etwas über dich erzählt und zum gewünschten Lehrbetrieb passt. Wir begleiten dich von der ersten Idee bis zur fertigen Bewerbung. Du lernst dabei viel über dich selbst. Das ist nicht immer bequem, aber oft genau das, was dich weiterbringt.
Flurina: Ich reflektiere mich oft. Zudem habe ich ältere Kolleginnen, die mir mega helfen, mich als Persönlichkeit zu sehen. Das Konzept fand ich am Anfang megaschwierig. Neu ist auch, dass wir über die Herbstferien zu Hause daran weiterarbeiten.
Jayden: Für mich war das „Wer bin ich?“ am schwierigsten. Ich habe zuerst ein Brainstorming gemacht und meine Eigenschaften mit dem Beruf des Grafikers verglichen.
Roisin: Ich habe eine Mind-Map zu meinen Interessen und meiner Personality gemacht und auch Freunde gefragt, wie sie mich sehen. Danach habe ich geschaut, was zu den Agenturen passt, bei denen ich mich bewerben möchte. Respekt habe ich vor dem Zeitdruck, alles rechtzeitig fertigzustellen.
« Ein Bewerbungskonzept ist viel mehr, als eine kreative Idee umzusetzen. Ich musste mich zuerst fragen: Wer bin ich und was gefällt mir? Erst dadurch kam ich auf meine Ideen. In der Sek hätte ich das noch nicht beantworten können. Heute merke ich viel mehr, was ich will.
Flurina
Gestalterischer Vorkurs Teilnehmerin
Flurina: Sie schauen die Bewerbung aus Sicht eines Lehrbetriebs an. Das Feedback kann manchmal recht direkt sein. Aber danach merke ich: Stimmt, es war tatsächlich noch zu wenig durchdacht.
Jayden: Das Feedback ist ehrlich und manchmal auch kritisch. Aber bis jetzt bin ich nach jedem Input weitergekommen.
Roisin: Mir macht die Bewerbung Spass. 3-D-Gestaltung mache ich auch in meiner Freizeit. Und durch das Feedback kann ich dabei viel lernen.
Und wenn die Berufsrichtung noch nicht feststeht? Auch dafür ist im Gestalterischen Vorkurs Platz. Wenn du noch nicht genau weisst, wohin es gehen soll oder später studieren möchtest, entwickelst du ein eigenes Projekt. Du probierst aus, was dich packt und was zu dir passt. Dabei entstehen gleichzeitig Arbeiten fürs Portfolio. Wird daraus ein Berufswunsch, kann das Projekt später zur Bewerbung werden.
Im Gestalterischen Vorkurs probierst du aus, entdeckst deine Stärken und arbeitest an deiner ersten Bewerbung.
Mehr zum Gestalterischen Vorkurs
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